Neuigkeiten rund um die Textil-Branche

Der Newsletter der American Association of Textile Chemists and Colorists (Verein der Textilchemiker und Coloristen in den USA, AATCC) wird im September die Unterschiede zwischen verschiedenen Waschnormen für Industrie- und nicht gewerbliche Wäsche beleuchten. Autorin ist Sabine Anton-Katzenbach, die sich bis 25. August über praktische Hinweise zu EN DIN 6330, ISO 15797 und ASTM-Standards freut

Bettwäsche ist nicht gleich Bettwäsche. Fasern, Garnfeinheit, Bindung, Ausrüstung und Veredlung der Textilien wirken am Schlafklima mit. So wirkt eine flauschige Biber- oder Mikrofaserbettwäsche wärmend während ein Seersucker eher in der kühleren Jahreszeit Saison hat. Im heißen Sommer empfehlen sich hingegen möglichst glatte, feine Qualitäten aus Naturfasern. Sie sind in verschiedenen Preislagen zu bekommen und steigern sich von feinfädigem Baumwoll-Batist über Leinen-Baumwoll-Perkal bis zum Seiden-Satin. Nun soll es eine Steigerung geben: Hästens (https://www.hastens.com), schwedische Manufaktur für handgefertigte Premium-Betten und zugleich königlicher Hoflieferant, hat eine neue Luxus-Bettwäsche aus feinstem Baumwoll-Satin entwickelt und verschiedene Experten – darunter die Textilberatung Hamburg - um eine Bewährungsprobe der extravaganten Wäsche gebeten.

Wir werden unsere Ergebnisse nach Ende des Hochsommers an dieser Stelle veröffentlichen!

Forschungsprojekte der Textilszene durchlaufen mehrere Prüfungen. Die erstefindet im Forschungskuratorium Textil (FKT, Berlin) statt, wo ein Fachgremium -bestehend aus 43 ehrenamtliche Experten - die Projektanträge begutachtet. Fürden Textilforschungsbericht 2018 des FKT wurden verschiedeneGremiumsmitglieder, zu denen Sabine Anton-Katzenbach gehört, nach ihrerMotivation für dieses Engagement befragt. Hier ist ihre Antwort, die in demBericht auf Seite 6 nachzulesen ist:

"Forscher sind auf ihrem Gebiet absolute Koryphäen, was für die Sachegut ist. Aller-dings haben Wissenschaftler in der Regel kaum Praxiserfahrungenund eher ober-flächliche Marktkenntnisse. Hinzu kommt, dass Forschung dieNeigung hat, das ange-strebte Ziel mit starrem Blick nach vorne zu verfolgenund dabei blind gegenüber den Nachteilen wird. Diese Erfahrung musste RobertOppenheimer machen. Auch wenn die Textilforschung wohl kaum ein so gefährlichesTerritorium wie die Atomphysik betreten dürfte, halte ich es für meine Pflicht,die Chancen und Risiken eines geplanten Forschungsvorhabens abzuwägen undStellung zu beziehen."