Neuigkeiten rund um die Textil-Branche

Es gibt bereits hunderte Label zur Kennzeichnung ökologisch und sozial hergestellter Textilien und Bekleidung. Trotzdem kam im Herbst 2019 mit dem staatlichen Siegel „Grüner Knopf“ noch ein weiteres hinzu. Im Gegensatz zu vielen anderen Zertifikaten, die sich beispielsweise auf eine umweltverträgliche Produktion oder faire Fertigungsbedingungen fokussieren, nimmt der „Grüne Knopf“ im Grunde genommen die Corporate Social Responsibilty eines Unternehmens unter die Lupe.

Ein Überblick über die Anforderungen des Grünen Knopf gibt es zum Nachlesen unter Nachhaltig auf den Zahn gefühlt | textile network | Internationales Magazin für die Herstellung textiler Produkte (textile-network.de)

Bildquelle: BMZ

Was haben die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen mit der Modebranche zu tun?
Die gemeinnützige Organisation Fashion Revolution beantwortet die Frage in einem sehr informativen und branchenaktuellen Kurs auf der Lernplattform https://www.futurelearn.com/. In vier Lernmodulen gibt er einen guten Überblick über die Elemente "No Poverty", "Gender Equality", "Decent Work and Economic Growth", "Climate Action", "Clean Water and sanitation", "Life lelow water", "Protect and restore ecosystems, forests and biodiversity",  "Responsible Consumption and Production".
Das Lernen ist unterhaltsam, konstruktiv, macht Spaß - und verdient das Prädikat empfehlenswert.

Die Wirtschaftskrise liegt eine Dekade zurück - mit deutlichen Auswirkungen auf die Branche für Berufskleidung und Persönliche Schutzausrüstung (PSA). Sie verzeichnete einen Markteinbruch von 10 Prozent. Das Tief ist längst überwunden und die Umsätze in Deutschland haben sich erholt. Sie lagen Ende 2019 knapp 20 Prozent (Berufskleidung) bzw. gut 5 Prozent (PSA) über denen des Jahres 2010. Abgesehen von den Auswirkungen der Corona-Krise werden die Bedingungen für die Branche insgesamt schwieriger. Eine schwächelnde Industriekonjunktur, Handelskonflikte oder der Brexit lassen viele Anbieter in eine ungewisse Zukunft blicken. Wie aber werden sich diese Einflüsse auf die bei der Arbeit getragene Kleidung und PSA auswirken? In drei Szenarien berechnet der jüngste BranchenREPORT #Berufs- und Schutzkleidung 2020 die Entwicklung der nächsten Dekade und gibt Anlass zur Hoffnung: Das Tief könnte schon im Jahr 2022 überwunden sein. Die positiven Aussichten haben gute Gründe, weiß Autorin Sabine Anton-Katzenbach, die ihre Expertise in die Studie eingebracht hat: Mehr als die Hälfte der Branchenumsätze werden unter anderem in den von der Corona-Krise wenig betroffenen Wirtschaftszweigen Gesundheitswesen, Handel und Dienstleistung gemacht. Vor allem Online-Händler und der Mietservice dürften von den Zukunftserwartungen profitieren: Ihre Marktanteile werden bis zum Jahr 2028 weiter steigen.

Die neue Auflage der Studie „Branchen-REPORT Berufs- und Schutzkleidung 2020“ liefert belastbare Fakten und Zahlen für alle Warengruppen (Damen- und Herrenberufskleidung, Sicherheitsschuhe, Helme, Schutzhandschuhe), für die Wirtschaftszweige Industrie, Handel, Handwerk, Gesundheitswesen, Gastgewerbe, Dienstleistung und „Sonstige“ sowie für alle relevanten Vertriebskanäle. Die Studie zeigt einen fundierten Ausblick auf die Branchenentwicklung bis zum Jahr 2028 und ist damit eine wichtige Orientierungshilfe für alle Marktakteure.
Der „Branchen-REPORT Berufs- und Schutzkleidung 2020“ ist zum Preis von 850,00 Euro zzgl. MwSt. zu beziehen unter https://www.marketmedia24.de/shop/studie/Berufs--und-Schutzkleidung.

Sharing – also das bedarfsabhängige Teilen von Gebrauchsgegenständen - ist in der Bekleidung angekommen. Zwar hat das Konzept „Mieten statt kaufen“ bereits Ende der 1950er Jahre im Bereich der Berufskleidung Schule gemacht. Jetzt ist der Sprung aber auch in die Mode geschafft: Umstandsmode, Baby- und Kinderkleidung sowie -zubehör, Alltagsmode und brandneue Fashion-Kollektionen werden im Abo-Modell an den Mann, vor allem aber an die Frau gebracht.

Die zehnseitige Marktrecherche "Gemeinsame Garderobe: Sharing für den Kleiderschrank" beleuchtet Online-Sharing-Konzepte, Konditionen und Kosten von Anbietern in Deutschland, Italien und Nordamerika. Die Studie kann zum Preis von EUR 110,00 (inkl.MWSt) unter mail@textilberatung.com bestellt werden.

Forschungsprojekte der Textilszene durchlaufen mehrere Prüfungen. Die erstefindet im Forschungskuratorium Textil (FKT, Berlin) statt, wo ein Fachgremium -bestehend aus 43 ehrenamtliche Experten - die Projektanträge begutachtet. Fürden Textilforschungsbericht 2018 des FKT wurden verschiedeneGremiumsmitglieder, zu denen Sabine Anton-Katzenbach gehört, nach ihrerMotivation für dieses Engagement befragt. Hier ist ihre Antwort, die in demBericht auf Seite 6 nachzulesen ist:

"Forscher sind auf ihrem Gebiet absolute Koryphäen, was für die Sachegut ist. Aller-dings haben Wissenschaftler in der Regel kaum Praxiserfahrungenund eher ober-flächliche Marktkenntnisse. Hinzu kommt, dass Forschung dieNeigung hat, das ange-strebte Ziel mit starrem Blick nach vorne zu verfolgenund dabei blind gegenüber den Nachteilen wird. Diese Erfahrung musste RobertOppenheimer machen. Auch wenn die Textilforschung wohl kaum ein so gefährlichesTerritorium wie die Atomphysik betreten dürfte, halte ich es für meine Pflicht,die Chancen und Risiken eines geplanten Forschungsvorhabens abzuwägen undStellung zu beziehen."