Neuigkeiten rund um die Textil-Branche

Ausgerechnet zur Winterzeit hat die finnische Fachzeitschrift Textiililehti einen Beitrag über kühlende Textilien veröffentlicht. Berücksichtigt werden Möglichkeiten entlang der gesamten Produktionskette: Ob trilobale Faserquerschnitte, ob Farbstoffe mit geringer Infrarot-Absorption und -Transmission oder mikroverkapselte Pfefferminzöle - sie alle senken die Temperatur, wenn es heiß hergeht. Auch im hohen Norden.

Sharing – also das bedarfsabhängige Teilen von Gebrauchsgegenständen - ist in der Bekleidung angekommen. Zwar hat das Konzept „Mieten statt kaufen“ bereits Ende der 1950er Jahre im Bereich der Berufskleidung Schule gemacht. Jetzt ist der Sprung aber auch in die Mode geschafft: Umstandsmode, Baby- und Kinderkleidung sowie -zubehör, Alltagsmode und brandneue Fashion-Kollektionen werden im Abo-Modell an den Mann, vor allem aber an die Frau gebracht.

Die zehnseitige Marktrecherche "Gemeinsame Garderobe: Sharing für den Kleiderschrank" beleuchtet Online-Sharing-Konzepte, Konditionen und Kosten von Anbietern in Deutschland, Italien und Nordamerika. Die Studie kann zum Preis von EUR 110,00 (inkl.MWSt) unter mail@textilberatung.com bestellt werden.

Forschungsprojekte der Textilszene durchlaufen mehrere Prüfungen. Die erstefindet im Forschungskuratorium Textil (FKT, Berlin) statt, wo ein Fachgremium -bestehend aus 43 ehrenamtliche Experten - die Projektanträge begutachtet. Fürden Textilforschungsbericht 2018 des FKT wurden verschiedeneGremiumsmitglieder, zu denen Sabine Anton-Katzenbach gehört, nach ihrerMotivation für dieses Engagement befragt. Hier ist ihre Antwort, die in demBericht auf Seite 6 nachzulesen ist:

"Forscher sind auf ihrem Gebiet absolute Koryphäen, was für die Sachegut ist. Aller-dings haben Wissenschaftler in der Regel kaum Praxiserfahrungenund eher ober-flächliche Marktkenntnisse. Hinzu kommt, dass Forschung dieNeigung hat, das ange-strebte Ziel mit starrem Blick nach vorne zu verfolgenund dabei blind gegenüber den Nachteilen wird. Diese Erfahrung musste RobertOppenheimer machen. Auch wenn die Textilforschung wohl kaum ein so gefährlichesTerritorium wie die Atomphysik betreten dürfte, halte ich es für meine Pflicht,die Chancen und Risiken eines geplanten Forschungsvorhabens abzuwägen undStellung zu beziehen."